Die Stadtverwaltung verschleppt dringend notwendige Straßensanierungen!
Die Stadtverwaltung will in den Jahren 2026 und 2027 lediglich 13 Fahrbahndecken mit einer Gesamtlänge von ungefähr fünf Kilometern sanieren. Mit ihrem Sparkurs wird sie den berechtigen Ansprüchen der Menschen an ein intaktes Straßen- und Wegenetz nicht gerecht. Wir fordern höhere Summen für Straßensanierungen im städtischen Haushalt ein und wollen diese vor Zweckentfremdungen bewahren.
„Die Landeshauptstadt Hannover legt bei der Sanierung der Straßendecken viel zu wenig Engagement an den Tag. Das Straßennetz der Landeshauptstadt Hannover ist etwa 1.300 Kilometer lang. In den Jahren 2026 und 2027 sollen jedoch nur 13 Straßenzüge mit einer ungefähren Länge von lediglich fünf Kilometern saniert werden. Das ist viel zu wenig! Mit ihrem jüngst kommunizierten Sparkurs wird die Stadtverwaltung den berechtigten Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger an die Infrastruktur unserer Stadt bei Weitem nicht gerecht", stellt unser verkehrspolitischer Sprecher, Patrick Hoare, klar.
Die Stadtverwaltung gibt an, dass für die Fahrbahnsanierungen weniger Gelder als in den Vorjahren zur Verfügung stünden. Die dafür vorgesehenen Mittel seien für andere Projekte ausgegeben worden, darunter der Ausbau der Velorouten. Die von der Stadtverwaltung vorgenommene Verlagerung der Prioritäten halten wir für falsch! Wir alle sind auf ein intaktes Straßen- und Wegenetz angewiesen – ganz gleich, ob wir mit dem Pkw, dem ÖPNV, mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind. Die Sanierung von Straßen und Wegen darf nicht zugunsten von Prestigeprojekten, die nur wenigen nutzen, verschleppt werden.
"Das Straßennetz der Landeshauptstadt Hannover ist vor wenigen Jahren noch mit einem Infrastrukturvermögen von etwa einer Milliarde Euro bewertet worden. Diesen Wert gilt es zu erhalten. Die Stadtverwaltung gefährdet mit ihrem gegenwärtigen Sparkurs jedoch diesen Werterhalt und setzt die falschen Prioritäten", so Hoare. Wir stellen deshalb zwei Forderungen in den Raum: Erstens muss im nächsten Kommunalhaushalt wieder mehr Geld für die Fahrbahnsanierungen reseviert werden. Zweitens muss sichergestellt werden, dass diese Mittel tatsächlich für ihren vorgesehenen Zweck eingesetzt werden. Notfalls muss der weitere Ausbau der Velorouten dann eben hintenanstehen.