Wir fordern vollständige Transparenz beim geplanten IT-Systemwechsel an Schulen
Die Stadt will ab Sommer 2026 an allen Schulen Microsoft 365 einführen und den Einsatz von IServ einstellen, bzw. nicht mehr finanzieren. Die vorgelegte Lösung der Verwaltung wirft jedoch erhebliche Fragen auf – insbesondere zu Funktionsumfang, Datenschutz, Beteiligung der Schulen und politischen Entscheidungswegen. Wir fordern die Stadtverwaltung auf, ihre Entscheidung vollständig offenzulegen und zu begründen. Zu diesem Zweck haben wir einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet.
„Ein einheitliches System ist sinnvoll, um Support, Wartung und Administration zuverlässig und effizient gestalten zu können. Doch Einheitlichkeit darf nicht mit Blindflug verwechselt werden. Wir brauchen eine Lösung, die den Alltag an den Schulen verbessert und nicht verschlechtert", so Johanna Chowaniec, unsere schulpolitische Sprecherin.
Bis heute ist völlig offen, in wie weit Microsoft 365 den Funktionsumfang von IServ erreichen wird, und wie viele einzelne Funktionen bei Drittanbietern eingekauft werden müssen. "Natürlich haben auch wir Sympathien dafür, ein deutsches und dazu noch niedersächsisches Unternehmen zu beauftragen, anstatt sich vollständig von einem amerikanischen Großkonzern abhängig zu machen", so Chowaniec.
Ebenso ist nicht nachvollziehbar, warum die Stadt an einem Systemwechsel festhält, während die datenschutzrechtliche Prüfung des Landes noch läuft. Transparenz ist hier zwingend. Die Verwaltung muss offenlegen, auf welcher fachlichen Grundlage sie diese Entscheidung getroffen hat und welche Risiken sie sieht. "Wir erwarten eine vollständige Darstellung der Alternativen, der datenschutzrechtlichen Bewertung und der Beteiligung der Schulen. Denn eines ist klar: Die Schulen dürfen nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden", betont Chowaniec.