Winterdienst neu denken
Nach dem jüngsten Wintereinbruch und der breiten Kritik am Winterdienst in Hannover haben wir einen Antrag eingebracht, um die Abläufe grundlegend zu verbessern. Ziel ist eine flächendeckendere und verlässlichere Schneeräumung – insbesondere in Anwohnerstraßen, an Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs und bei der Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr.
Dabei setzen wir bewusst auf bessere Koordination, flexible Priorisierungen und innovative Lösungen statt auf dauerhafte Personalaufstockungen oder Gebührenerhöhungen. "Der Wintereinbruch hat offengelegt, dass der Winterdienst in Hannover besser organisiert werden muss. Gerade in Anwohnerstraßen und beim Zugang zu Bus- und Bahnhaltestellen gab es spürbare Defizite. Das nehmen wir sehr ernst", betont unser Vorsitzender, Felix Semper.
Wir fordern eine ehrliche Aufarbeitung gemeinsam mit Verwaltung und aha und daraus abgeleitet ein neues Winterdienstkonzept. Dazu gehören dynamische Prioritäten, damit bei Extremwetter nicht nur Hauptstraßen, sondern auch besonders wichtige Nebenstraßen und ÖPNV-Zugänge geräumt werden.
Statt dauerhaft neue Kapazitäten aufzubauen, setzen wir auf intelligente Lösungen: bessere Koordination, digitale Einsatzsteuerung und die zeitweise Einbindung externer Unterstützung, etwa durch Landwirte oder Bauunternehmen. So lässt sich mehr erreichen, ohne die Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen.
Ein zentraler Punkt ist zudem die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr. Die Stadt muss sicherstellen, dass Feuerwehrwachen und Einsatzwege auch bei starkem Schneefall frei sind und die Fahrzeuge entsprechend ausgerüstet werden. Das ist keine Kür, sondern eine Pflicht im Bereich der öffentlichen Sicherheit.