Die CDU-Ratsfraktion kritisiert ein fehlendes Baustellenmanagement und verbindliche Vorgaben für die Durchführung von Baustellen im gesamten Stadtgebiet. „Bei einem Großteil der Baustellen in unserer Stadt regiert das Prinzip Zufall. Dies unterstreicht das Beispiel der Kurzen-Kamp-Straße in Bothfeld, einer der wichtigsten Einkaufsstraßen im Nordosten Hannovers“, so Felix Semper, baupolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion.

„Bereits seit Ende Januar 2018 müssen die Bothfelder Bürger und Geschäftsleute langwierige Bauarbeiten in der Kurzen-Kamp-Straße hinnehmen. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme war ursprünglich für den 31. August 2018 angesetzt, doch ein Ende ist bisher immer noch nicht in Sicht“, ärgert sich Felix Semper. „Mit sieben Monaten Bauzeit wurde für den gerade einmal 300 Meter langen Bauabschnitt, zwischen Burgwedeler Straße und Böckerstraße, bereits von Beginn an ein sehr großzügiger Zeitplan angesetzt. Doch mit einem Monat Zeitverzögerung ist gerade einmal die Hälfte des Straßenabschnitts fertig!“
„Insbesondere für die Bothfelder Geschäftsleute stellt die Dauerbaustelle eine erhebliche Einschränkung dar, die mit spürbaren Umsatzeinbußen verbunden ist“, so Semper. „Im Juni 2018 hat die Stadt auf Nachfrage von Politik und Geschäftsleuten noch zugesichert, dass die Dauerbaustelle pünktlich zum Bothfelder Herbstmarkt (22. September 2018) fertig sein würde. Dass dies nun nicht der Fall sein wird ist ein Armutszeugnis,“ so Semper weiter.
„Als ob die erhebliche Verzögerung nicht schon genug Ärger wäre, verkündete die Stadt am 13. September 2018 im Stadtteil-Anzeiger Ost auch noch schamlos die Falschmeldung, dass die Bauarbeiten im Plan liegen und ‚bald‘ fertiggestellt seien“, empört sich Semper. „Dies ist ein Schlag ins Gesicht für alle Betroffenen und eine bodenlose Frechheit des Presseamtes der Stadt. Es ist ganz offensichtlich, dass die Bauarbeiten noch mehrere Monate andauern werden. Wir fordern eine schnellstmögliche Aufklärung der Verwaltung, wie es zu dieser unseriösen Falschmeldung kommen konnte! Zudem muss geklärt werden, warum für einen 150 Meter langen Straßenabschnitt 8 Monate an Bauzeit benötigt werden!“
„Die Baustellenverzögerung in der Kurzen-Kamp-Straße ist auch ein weiteres Beispiel für den rücksichtslosen Umgang mit örtlichen Gewerbetreibenden, die auf Grund des Online-Handels sowie der Marktbeherrschung finalisierter Unternehmen ohnehin unter Druck stehen,“ so Semper und fügt abschließend hinzu: „Wir benötigen dringend ein verbindliches Baustellenmanagement und für die Subunternehmer feste Fristen für die Fertigstellung von Baustellen! Was in anderen Städten seit vielen Jahren selbstverständlich ist, sollte auch in Hannover funktionieren.“