CDU-Ratsfraktion Hannover

CDU: „DIE WICHTIGE ENTSCHEIDUNG ÜBER EINE NEUE WEITERFÜHRENDE SCHULE GEHÖRT IN DEN SCHUL- UND BILDUNGSAUSSCHUSS!“

In der gestrigen Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses fanden die stadtweiten Debatten um die Verwaltungsdrucksache zur Einrichtung eines 18. Gymnasiums eine Fortsetzung und einen vorläufigen Höhepunkt. „Wir fühlen uns nach der gestrigen Sitzung in unserer Auffassung bestärkt", so Dr. Stefanie Matz, schulpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion.

Matz weiter: „Dass Hannover als wachsende Stadt aufgrund steigender Schülerzahlen und zu weniger Schulplätze eine zusätzliche weiterführende Schule benötigt ist völlig unstreitig. Den Weg der Verwaltung halten wir aber eindeutig für falsch.“  Anscheinend hat die Dezernentin es versäumt, die Gymnasialleitungen, die eigentlich Betroffenen, frühzeitig und zielführend mit in die Diskussionen einzubeziehen. Erst gab es Presseartikel, dann wurde es im gestrigen Ausschuss klar formuliert: Die Gymnasialleiter/innen sehen derzeit keine Notwendigkeit eines 18.Gymnasiums und haben dies entsprechend begründet. „Dies deckt sich im Übrigen mit ihren Aussagen in zahlreichen Gesprächen, die wir noch vor den Herbstferien mit ihnen geführt haben“, so die CDU-Frau.

Vor diesem Hintergrund habe ihre Fraktion auch den Antrag zur Einrichtung einer weiteren Realschule formuliert. „Es ist doch so und ich habe es schon mehrfach dargelegt: Die Anmeldezahlen für die 5. Klassen der Gymnasien steigen derzeit kontinuierlich an. Durch den Wegfall der Schullaufbahnempfehlung nach der 4. Klasse zum Schuljahr 15/16 sind die Eltern mit ihrer Entscheidung, welche Schule für ihr Kind die geeignetste ist, oft überfordert. So verlassen rund 150 Schülerinnen und Schüler das Gymnasium wieder, noch bevor sie die 7. Klasse erreicht haben. Diese Kinder müssen bis zu 2 Jahre ständiger Überforderung mitmachen und fortwährende Misserfolge verkraften. Das wirkt demotivierend und negativ auf die Gesamtentwicklung der Kinder.“

„Das breit angelegte Fächerangebot einer Realschule qualifiziert die Schülerinnen und Schüler jedoch sowohl für die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt als auch für den Besuch weiterführender Schulen. Nicht nur das Angebot der 2. Fremdsprache ab der 7. Klasse, die sogenannten Wahlpflichtfächer aus dem naturwissenschaftlich-technischen, sozialwissenschaftlichen oder künstlerisch-musischen Schwerpunkt, sondern auch das Angebot zur beruflichen Orientierung bietet den Kindern eine Schule, die sie fordert, aber nicht überfordert“, betont Matz.

Leider zeigt sich die Dezernentin uneinsichtig und auf ihren Standpunkt beharrend, auch die mehrheitsführenden Parteien öffnen sich nicht den Argumenten der betroffenen Gymnasialleitungen. Nun lässt es die Dezernentin auch noch zu, dass eine so wichtige Entscheidung hinter den verschlossenen Türen des Verwaltungsausschusses getroffen werde.

Matz abschließend: „Wir halten dieses Vorgehen für falsch. Die Drucksache über eine neue weiterführende Schule in Hannover gehört in den Schul- und Bildungsausschuss, der als Ausschuss besonderen Rechts ja gerade die Fachleute – beratend und mit Stimmrecht ausgestattet – mit in die Entscheidung einbindet. Aus ideologischen Gründen an diesen vorbei zu entscheiden, ignoriert die Interessen von Lehrenden und Kindern in nicht akzeptabler Weise.“